Stand 1999
Botswana: 90 000 Tiere (68 000 /20 000)*
Simbabwe:71 000 Tiere (52000 / 47 000)
Südafrika: 12 000 Tiere (8200 / 8000)
Tansania: 80 000 Tiere (61 000 / 203 000)
Sambia: 22 000 Tiere (32 000 / 160 000)
Kenia: 26 000 Tiere (16 000 / 65 000)
* Angaben in Klammern: (1989 / 1981 )
Quelle: Financial Times, African Elephant Database in: Stern 51/2000
Der Steppen- und Wüstenelefant
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(nicht nur in Gefangenschaft werden den Tieren die Zähne gestutzt. Auch in freier Natur werden ihnen von Tierschützern die Zähne gekürzt um Wilderern keinen Grund zu geben diese Tiere zu erlegen !!) |
Anders als sein asiatischer Kumpel hat der afrikanische Elefant (Loxodonta africana) riesige Ohren mit denen er nicht nur super gut hören kann. Sie dienen ihm genauso gut als Fächer, sollte es ihm einmal zu warm werden. Er hat einen flachen Kopf und einen flachen Rücken. Auffallend sind seine mächtigen Stoßzähne die ihn richtig majestätisch erscheinen lassen.
Er kann bis zu 4 m groß werden und 7 Tonnen Lebendgewicht auf
die Waage bringen.
Auch er braucht täglich seine 250 kg Blätter und Zweige.
Aber auch Gräser und Kräuter gehören auf seinen Speiseplan.
Der afrikanische Elefant kann bis zu 70 Jahren alt werden. (über 55 Jahre
ist jedoch seltener) Heute lebt
er nur noch in Steppen oder Savannen Mittelafrikas und in Nationalparks
(schau doch mal bei einer der Web-Cams vorbei!).
Das Herdenleben der Elefanten ist matriarchalisch bestimmt. Alle Autorität in der Familie und Sippe liegt bei den erfahrenen, Respekt heischenden und von der Gruppe als Leitkuh akzeptierten Muttertieren. Sie allein behüteten un führen die heranwachsende Kälberschar; sie sorgen für Ordnung und harmonisches Zusammenleben, und wenn Gefahr droht, stellen sie sich mutig und streitbar jedem Feind. Den Bullen ist das Familienleben zuwider. Über längere Perioden gehen sie in männlichen Wandergruppen ihre eigenen Wege. Nur zeitweise, in Paarungsperioden, gesellen sie sich zu den Kuhherden.
Der Kernverband der Elefantenvölker ist die >Kuheinheit<: eine Gemeinschaft von zwei oder drei Muttertieren, die auch in größeren Wanderverbänden zusammenbleiben und fest zusammenhält.
In der Regel zählen die Familiengruppen an die 20 - 30 Tiere aller Altersgruppen. Die Leitkühe sind häufig Schwestern, aber auch nicht Verwandte Kühe können - wenn man sich verträgt -. zur Herde dazustoßen..
Mit einsetzen der Trockenzeit verlassen die Elefantenvölker ihre Weidegründe und suchen nach Wasserstellen. Oft schließen sich zwei bis fünf >Kuheinheiten< zusammen. Die Kühe teilen sich denn nach Alter und Erfahrung die Führungs- und Aufsichtspflicht.
Baden ist höchster Genuss für den Elefanten. Aber es ist auch unerlässliche Körperpflege. Die faltige, runzelige Haut ist keineswegs so derb und unempfindlich wie es scheinen mag. Es sickert Blut wenn Parasiten zubeißen oder stechen. Gegen diese lästigen Quälgeister hilft nach dem Bad eine auf der nassen Haut schnell verkrustende Staubdusche oder ein Suhlen im Schlamm. Bein anschließenden scheuern an einem Baum oder Felsblock lässt sich der Blutsauger mit der Kruste abschmirgeln.
Ansonsten hilft die Vogelwelt welche auf Kopf oder Rücken sitzend den Elefanten von einigen Plaggeistern befreit.
Afrika, der zweitgrößte Kontinent der Erde, ist die Heimat
von über 600 Millionen Menschen. Heute gibt es dort noch knapp 600
000 Elefanten. (Genauere Zahlen siehe unter Population )
Die dichten Regenwälder und sumpfigen Dschungel Äquatorialafrikas, vor allem des Kongobeckens, sind das Reich der Waldelefanten (Loxodonta africana cyclotis). Es sind sehr scheue Tiere die man nur schwer zu Gesicht bekommt in dem wuchernden Dickichten, im ewigen Dämmerlicht unter den Blätterdächern. An die 200.000 Tiere sollen die mörderischen Gemetzel in den siebziger und achtziger Jahren überlebt haben.
Nach jüngsten Forschungen sollen sich die Waldelefanten vor rund 3,5 Millionen Jahren von den mächtigen Steppenloxodonten entwickelt haben. Sie sind erheblich kleiner als ihre Verwanden in der Steppe. Sie messen etwa 2,40 m Schulterhöhe, haben dünnere - aber stärkere - Stoßzähne, kleinere gerundete Ohren und eine dunklere, stärker behaarte Haut.
Das Sozialverhalten unterscheidet sich kaum von der Verwandtschaft in der Steppe. Sie sind Herdentiere und sie pflegen den gleichen solidarischen Zusammenhalt. Die Wohngegend erlaubt jedoch nicht wie offenes Grasland die Entfaltung großer Herden. Waldelefanten wandern in kleinen Gruppen von etwa 5 - 8 Tieren, die aber eingebunden sind in größere Verbände. Leitkühe greifen blitzschnell an wenn sie ihre Gruppe bedroht glauben.
Die Vegetation erlaubt es den Waldelefanten bezüglich ihres Speiseplans wählerisch zu sein. Sie bevorzugen Blätter und Zweige von Gewächsen die besonders reich sind als Kalzium und Eiweißstoffen.
Aus dem Küstenbereich um den Golf von Guinea sind die Waldelefanten nahezu verschwunden, ins Hinterland abgedrängt und teilweise bis auf kleine Gruppen ausgelöscht. Der Waldkahlschlag in Kamerun und am Kongo engt den Lebensraum immer weiter ein.
Es gibt auch Berichte von Jägern und afrikanischen Stämmen über Zwergformen des Waldelefanten. Ausgewachsene Bullen sollen eine Schulterhöhe von höchstens 1,90 m erreichen und bis zum Boden reichende Stoßzähne tragen. Entweder handelt es sich um eine Sonderentwicklung (der Lebensraum begünstigt kleingewachsene Tiere) oder es handelt sich - nach Meinung mancher Experten - um kranke oder verkümmerte Tiere.

Den asiatischen Elefanten (Elephas maximus) erkennt man an seine kleinen Ohren und an
seinen Stirn- und Rückenbuckel. Die Elefantenkühe haben zudem
nur Stummelstoßzähne.
Der asiatische Elefant ist sehr gelehrig, weshalb er oft als Arbeitstier und
zur Jagd eingesetzt wurde.
Er kann bis zu 3,50 m groß werden bei einem Gewicht von 5 Tonnen
(das sind etwa 4-5 Autos).
Bevor der kleine Elefant (etwa 100 kg Lebendgewicht bei der Geburt)
auf die Welt kommt, wächst er etwa 2 Jahre im Bauch der Mutter
zu einem vollständigen Tier heran. Dennoch säugt ihn die Mutter
weitere 3 Jahre.
Der asiatische Elefant ernährt sich von Blättern, Zweigen,
Gras, Heu, Kräutern und Früchten. Und davon braucht er um die
250 kg pro Tag. Wer sich also einen asiatischen Elefanten halten möchte
sollte dies bedenken.
Der asiatische Elefant kann 50 Jahre alt werden - obwohl Legenden von
über 100 Jahren, ja gar 150 Jahren existieren.
Es ist auch nicht so wichtig, ob diese Zahlen so genau an der Wahrheit
sind. Leider ist der asiatische Elefant vom Aussterben bedroht und weltweit
geschützt. Er lebt heute nur noch in den entlegenen Wäldern Asiens.
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Der Rüssel ist für Elefanten höchst wichtig. Er ist Hand, Nase, Dusche, Waffe, Blasinstrument
und beim Baden sogar Schnorchel. Mit ihm tastet und schnuppert der Elefant erstaunlich zart einfach alles ab, mit ihm begrüßt und streichelt er Artgenossen oder weist sie zurück. Er pflückt damit Blätter und Zweige oder hebt damit vom Boden Futter auf. 60.000 Muskeln im Rüssel machen solch differenzierten Bewegungen möglich.
Beim afrikanischen Elefanten ist der Rüssel weniger steif
und hat mehr Ringe als beim asiatischen Elefanten. |
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Die Haut der Elefanten ist ca. 2 cm dick und ist mit einer 0,8 - 2 Millimeter starken Oberhaut überzogen. In der Oberhaut befinden sich auch die warzenförmigen Wölbungen, die der Elefantenhaut das runzelige, raue Aussehen verleihen. Am Rüsseloberteil ist diese Auswölbung bis zu einem Zentimeter dick. Man vermutet, dass die durch Oberhaut eine bessere Wärmeabstrahlung erreicht wird. Die Haut der Elefanten wiegt je nach Größe und Geschlecht bis zu 1000 Kilogramm und hat eine Oberfläche bis zu 35Quadratmeter. Die Elefantenhaut hat keine Schweißdrüsen, die Wärmeabstrahlung wird von den Ohrmuscheln übernommen. |
Ich erhielt eine Anfrage von Maresa Nehr:
"Sind Elefanten Sohlengänger oder Zehengänger oder gar Zehenspitzengänger ?"
Die Antwort kam aus dem Tiergarten Schönbrunn -
Vienna Zoo:
"... sieht man sich in einem Museum das Skelett eines Elefantenfußes an, so erkennt man, dass
der Elefant eigentlich wie eine Dame auf hohen Absätzen geht: Die Knochen des Fußes sind
steil aufgerichtet, deshalb bezeichnet man den Elefanten auch als Zehenspitzen- oder
Sohlenspitzengänger.
An einem lebenden Elefanten kann man das nicht erkennen. Dicke Polster aus Bindegewebe
lassen den Fuß rund und massiv erscheinen."